Laut einer Auswertung von LinkedIn scheitern rund 46 Prozent aller neuen Mitarbeitenden in den ersten 18 Monaten – nicht wegen mangelnder Fachkompetenz, sondern wegen schlechter Integration ins Team oder unklarer Erwartungen. Die Probezeit ist also weit mehr als eine Formalität.
Wer die ersten 90 Tage richtig angeht, hat eine deutlich bessere Ausgangsposition – für die Bestätigung, aber auch für langfristigen Erfolg im neuen Job.
Die ersten zwei Wochen: Zuhören schlägt Beeindrucken
Viele starten mit dem Impuls, möglichst schnell zu zeigen, was sie können. Das ist verständlich – aber oft kontraproduktiv. In den ersten zwei Wochen ist Zuhören wertvoller als Reden. Wer versteht, wie das Team arbeitet, welche informellen Regeln gelten und wo die eigentlichen Prioritäten liegen, hat nach 30 Tagen einen besseren Überblick als jemand, der sofort Verbesserungsvorschläge gemacht hat.
Klare Erwartungen von Anfang an
Wenn es kein strukturiertes Onboarding gibt – und das ist häufiger als man denkt – dann sollte man aktiv nachfragen. Was sind die wichtigsten Aufgaben in den ersten drei Monaten? Woran wird der Erfolg in der Probezeit gemessen? Wer fragt, signalisiert Professionalität, nicht Unsicherheit.
Sichtbarkeit aufbauen, ohne aufzufallen
Gemeint ist: Wer kleine Erfolge teilt – eine erledigte Aufgabe, eine gute Rückmeldung vom Kunden, eine gelöste Herausforderung – wird im Gedächtnis von Vorgesetzten sichtbarer. Nicht durch Selbstdarstellung, sondern durch regelmässige, kurze Rückmeldungen im Team-Meeting oder per Slack.
Feedback früh einholen
Wer nach 30 Tagen fragt „Wie laufe ich bisher – gibt es etwas, das ich anpassen sollte?“ erhält wertvolle Informationen und sendet gleichzeitig ein klares Signal: Man will sich entwickeln, nicht nur seinen Job machen.
KI als Unterstützung in der Einarbeitungsphase
KI hilft bei der schnellen Einarbeitung in neue Themen, beim Formulieren von E-Mails in einer neuen Unternehmenskultur oder beim Vorbereiten von Fragen für Mitarbeitergespräche. Viele neue Mitarbeitende nutzen KI, um sich Branchenkonzepte schnell zu erschliessen.
Für den nächsten Jobwechsel – oder um die Probezeit von Anfang an richtig anzugehen: jobwechsel-ki.ch
